icon Ratenkredit oder Dispositionskredit

Es ging doch schon jedem einmal so. Man braucht kurzfristig Geld um sich beispielsweise ein besonders günstiges Angebot nicht entgehen zu lassen. Man hat aber momentan nicht genügend finanzielle Mittel um sich den MP3-Player, den Fernsehen oder das Navigationssystem zu kaufen. In dieser Situation rät man Ihnen zu zwei Auswahlmöglichkeiten. Zum einen können Sie einen kurzfristig laufenden Ratenkredit beantragen. Oder Sie entscheiden sich für einen Dispokredit. Worin besteht eigentlich der Unterschied zwischen den beiden Kreditformen? Nun ja ein Ratenkredit, auch Konsumentenkredit genannt versteckt sich oft unter den spezialisierten Bezeichnungen wie Autokredite, Sofortkredite oder Onlinekredite. Prinzipiell ist der Ratenkredit ein Darlehen über einen bestimmten Betrag in Geld an Privatpersonen, der üblicherweise mit annähernd gleich bleibenden monatlichen Beträgen, so genannten Raten zurückgezahlt bzw. beglichen wird. Die monatlich zu entrichtenden Raten sind kalkulierbar. Die Ratenkredite werden meist als Blankodarlehen vergeben, so dass keine Sicherheiten, bis auf ein Monatsgehalt, seitens der Banken verlangt werden. Das Internet bietet eine Vielzahl an Angeboten zu Krediten. Man kann sie direkt auf den Seiten der Banken einsehen oder sich bei Seiten, die Kreditrechner mit eingebunden haben, über sie informieren. Kreditrechner bieten den Vorteil, dass man die vielen Ratenkredite nicht selbst heraussuchen muss. Der Kreditrechner von kredit.de richtet sich vor allem nach Laufzeiten. Danach werden die Angebote nach der Höhe des effektiven Jahreszins geordnet.
Im Gegensatz dazu ist ein Dispokredit (Dispo) der auch Überziehungskredit genannt wird, ein Kontokorrentkredit, den eine Bank einer Privatperson oder einem Unternehmen gewährt. Beim Dispokredit handelt es sich um einen flexiblen Kredit. Man kann ihn beliebig in Anspruch nehmen und auch beliebig zurückzahlen. Innerhalb eines Kreditrahmens können Kunden bei ihrer Sparkasse ihr Girokonto bis zu einer gegenseitig vereinbarten Kreditgrenze überziehen. Der Dispokredit wird aber nach Einrichtung eines privaten Girokontos erst nach mindestens einem Monat gewährt. Bei Inanspruchnahme des Dispositionskredits fallen täglich Sollzinsen an. Wenn auch der vereinbarte Kreditrahmen überzogen wird, fallen dafür zusätzlich noch Überziehungszinsen an. Die Zinshöhe des Dispositionskredites richtet sich nach dem aktuellen Zinssatz des Finanzmarktes. Der liegt zwischen 10% und 18% Zinsen und ein Ratenkredite ca. 7% - 8% Zinsen umfasst. Die Überziehungszinsen werden von den Kreditinstituten gemeinsam mit dem Kontorechnungsabschluss vom Konto abgezogen, dies erfolgt meist quartalsweise, also alle drei Monate. Im Regelfall wird da im Vergleich zum Ratenkredit keine Bonität benötigt. Als Voraussetzung gilt aber allgemein, dass die Bank die Zahlungseingänge und -ausgänge eine Zeit lang überblicken kann. Die Höhe des Kreditrahmens wird meist durch das zwei- bis dreifache der monatlichen festen Zahlungseingänge begrenzt. Die Banken gewähren einen Dispokredit bei   Registrierung einer regelmäßigen Einnahmequelle, die den Überziehungskredit rechtfertigen. Ein Dispokredit sollte demnach möglichst innerhalb von zwei bis drei Monaten problemlos zurückgezahlt werden können. Dieser Rahmen sollte möglichst nicht überschritten werden, da sonst die Gefahr einer laufenden Verschuldung zu groß ist.
Generell gilt: handelt es sich um ein spontanen Kauf mit niedrigem Betrag bis circa 200 Euro, kann man beruhigt den Dispokredit seiner Bank nutzen. Wenn Sie aber eine größere Summe investieren wollen, sollten Sie auf einen Ratenkredit zurückgreifen, da ein Dispokredit, aufgrund der längeren  Kreditlaufzeit dann zu teuer wird.

Beitrag schreiben