Privates in Deutschland
Privat grenzt von der Öffentlichkeit ab, grenzt das Individuum oder eine Gruppe von ihnen gegen den Rest, die Allgemeinheit ab. Es gibt Privatschulen, private Wach- und Schließgesellschaften, private Parkplätze und natürlich die Privatsphäre, in die jeder Einzelne sich gerne zurückzieht, um für sich zu sein. Dieser Rückzug ins Private gibt Kraft, lässt zur Ruhe kommen und neue Energie gewinnen für weitere Momente im Rampenlicht, in der mehr oder weniger öffentlichen Allgemeinheit. Viele der privaten Zirkel und Vereinigungen haben Regeln und Konventionen, denen ein potenzielles Mitglied entsprechen muss, will er oder sie in den Kreis aufgenommen, initialisiert werden. Diese Regelungen sind nicht immer von der privaten Vereinigung selber aufgestellt, um z.B. in eine Private Krankenversicherung einzutreten, hat zunächst der Gesetzgeber Hürden aufgestellt, die den Wechsel nur unter bestimmten, gesetzlich sehr genau definierten Bedingungen möglich machen. Hinzu kommen dann weitere Hürden, die der Anbieter selber aufstellt, um seine Leistungen im Sinne aller Versicherten wirtschaftlich erbringen zu können und das Risiko nicht mit der Gieskanne auf alle Versicherten zu übertragen (wie dieses in der gesetzlichen KV der Fall ist), sondern eine Individualversicherung für das eigene Risikoprofil und die eigenen Ansprüche im Falle einer Krankheit anzubieten, das ähnlich einem Maßanzug auf den Versicherten zugeschnitten wird. Die PKV bietet dabei eine große Anzahl an Wahlmöglichkeiten, die sich direkt auf die Höhe der monatlichen Leistungen auswirkt und die nur das versichert, was der Versicherte wirklich haben will, wo er seinen eigenen Bedarf nach einer entsprechenden Absicherung sieht und wünscht. Insofern sind Mitglieder in der Privaten Krankenversicherung „für sich stehend“ im Sinne, dass sie sich selbst einer privaten Versichertengemeinschaft anachließen, dieses trägt zu mehr Eigenverantwortung und damit in letzter Konsequenz zu mehr Wettbewerb bei, eine Entwicklung, die angesichts der seit Jahren und Jahrzehnten steigenden Kosten im Gesundheitswesen zu begrüßen ist.